Transparenz TV mit den Energiegewinnern

Transparenz TV mit den Energiegewinnern

In den letzten Wochen haben sich die Energiegewinner schon mit einer Petition und verstärkter Öffentlichkeitsarbeit gegen das Energiesammelgesetz und seine Folgen für die Solarenergie stark gemacht. Zu diesem Thema waren unsere Vorstände Ramon Kempt und Kay Voßhenrich am 05. Dezember zu Gast bei Transparenz TV in Berlin.

 

Was ist Transparenz TV?

Transparenz TV ist eine Online-TV-Sendung und wird von dem Journalisten Franz Alt moderiert. Die Sendung ist momentan als VideoStream und VideoOnDemand online verfügbar. Transparenz TV sendet seit Januar täglich unterschiedlichste Programminhalte. Der Sender hat sich selbst das Ziel gesetzt, unabhängige Informationen zu liefern und die Bürgeringteressen in den Vordergrund zu stellen. Leiter des Senders ist Franz Farenski. Er ist heute freier TV-Journalist und hat in seiner Vergangenheit für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, hier vor allem 3sat, ZDFinfo und die ARD gearbeitet.

 

Über den Moderator Franz Alt

Franz Alt wurde 1938 in Untergrombach in Baden-Württemberg geboren und ist Journalist und Buchautor. Er hat Politikwissenschaften, Theologie, Geschichte und Philosophie studiert. 1967 promovierte er mit einer Dissertation über Konrad Adenauer und hat seitdem zahlreiche Auszeichnungen, wie beispielsweise die Goldene Kamera oder den Deutschen Solarpreis, erhalten. Heute betreibt er die Online-Plattform Sonnenseite. Hier informiert täglich über ökologische Themen, Erneuerbare Energie, Klimaschutz, ökologisches Bauen, ökologische Verkehrswende und vieles mehr.

 

Jetzt erst recht!

Thema des Abends war „Kahlschlag gegen preiswerten Mieterstrom und wie günstige Energieversorgung in den Städten aussehen könnte“. Es ging hier vor allem darum, wie die Bundesregierung mit falschen Rechenmodellen die Sonderkürzungen im Bereich Solarenergie begründet und wie günstig die Energieversorgung in den Großstädten mit regenerativer Energie aussehen könnte. Unsere Vorstände zeigten hier auf, was sich in Deutschland noch ändern muss, damit eine echte Energiewende stattfinden kann. Trotz der derzeitigen Hürden, vor die die Solarenergie in Deutschland gestellt wird, zeigten sich die Energiegewinner-Vorstände dennoch optimistisch. Nach dem Motto „Jetzt erst recht!“ erinnerten die beiden daran, dass sich Bürgerenergie trotzdem lohnt und eine Energiewende noch immer machbar und auch zwingend notwendig ist.

 

Ein letztes Aufbäumen

Der Moderator Franz Alt betitelte die momentanen Entwicklungen zu den Themen Kohleausstieg und Energiewende als „ein letztes Aufbäumen der alten Energie- und Kohlewirtschaft“. Zu Anfang des Gespräches erklärte Kay Voßhenrich im Detail den Rechenfehler, auf dem das nun beschlossene Energiesammelgesetz basiert. Im gleichen Atemzug erklärte Ramon Kempt aber auch, wo trotzdem noch Chancen und Möglichkeiten bestehen, mit denen man die Energiewende weiterhin vorantreiben kann. Ausschlaggebend dafür ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Diese können gemeinsam zum Beispiel als Bürgerenergiegenossenschaften Erneuerbare-Energien-Projekte umsetzen. Jetzt geht es darum, weiterzumachen und durchzuhalten, bis das Blatt sich zugunsten der Erneuerbaren Energien wendet. Ramon Kempt betont in diesem Zusammenhang, dass es ein unumkehrbarer Fakt ist, dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen die günstigste und zukunftsfähigste Möglichkeit der Energieversorgung ist. Umso wichtiger ist es daher, eine dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien weiterhin zu unterstützen und zu fördern.

 

Dezentrale Energieversorgung als Lösung

Es ist allgemein bekannt, dass die fossilen Energiequellen ein Ablaufdatum haben. Der Kohleausstieg ist beschlossen, auch wenn er momentan verzögert wird. Vor allem nach dem vergangenen Hitzesommer ist klar, wie wichtig Klima- und Umweltschutz für die Zukunft sind. Jetzt ist es an der Zeit Lösungen zu finden, die eine dauerhafte und zukunftsfähige Energieversorgung gewährleisten. Diese Lösung bieten Erneuerbare Energien und die sind vor allem dezentral. Die Erzeugung findet bei Erneuerbaren immer nah am Verbraucher statt. Problematisch an den Sonderkürzungen ist in diesem Zusammenhang, dass sie hauptsächlich die Anlagen mit besonders hohem Eigenverbrauchsanteil betreffen. Das meint insbesondere Anlagen auf Industriedächern, die den tagsüber produzierten Solarstrom auch tatsächlich tagsüber verbrauchen.

 

Auch im Zusammenhang mit Elektromobilität und der bislang noch fehlenden Ladesäuleninfrastruktur bieten sich durch Solaranlagen auf dem eigenen Haus zahlreiche Möglichkeiten. So kann man sein Elektroauto beispielsweise auch in der eigenen Garage mit dem selbst produzierten Solarstrom vom Dach aufladen.

 

Die komplette Transparenz-TV Sendung mit den beiden Energiegewinner-Vorständen Ramon Kempt und Kay Voßhenrich zum anschauen findet ihr hier

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